Hygienekonzept

Hygienekonzept der Gemeindejugendpflege Edemissen

Stand: 22.06.2020 Mi

 

  1. Allgemeine Voraussetzungen
  • Bei jedem Treffen wird eine Anwesenheitsliste geführt, aus der hervorgeht, wer zu welchen Zeiten an den Angeboten teilgenommen hat. Diese vollständige Liste mit Vornamen, Namen, Adressen und Telefonnummern der Besucher wird 21 Tage aufbewahrt und nach spätestens einem Monat vernichtet. Sofern die Kontaktdaten der Teilnehmenden nicht bekannt sind, sind diese ebenfalls zu notieren.
  • Personen mit typischen Krankheitssymptomen (z. B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinns, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) dürfen nicht am Angebot teilnehmen bzw. dieses nicht betreuen.
  • Personen, die aufgrund spezifischer Vorerkrankungen besonders stark durch eine COVID-19-Infektion gefährdet sind (z. B. bei Vorerkrankungen der Lunge, Mukoviszidose, immundepressive Therapien, Krebs, Organspenden, Herzerkrankungen) können die Einrichtung nicht besuchen. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben.
  • Insgesamt dürfen gemäß der aktuell geltenden Rechtslage in Niedersachsen maximal 50 Personen inklusive Betreuungspersonen an einem Angebot der Jugendpflege teilnehmen.
  1. Persönliche Hygiene

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion (etwa beim Sprechen, Husten und Niesen). Dies erfolgt vor allem
direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden,
eine Übertragung möglich. Eine Übertragung über kontaminierte Oberflächen (Schmierinfektion) gilt nach derzeitiger Fachexpertise als unwahrscheinlich, ist aber nicht vollständig
auszuschließen.

      Wichtigste Maßnahmen:

  • Abstand halten (mindestens 1,50 m)
  • Beobachtung des Gesundheitszustandes der Besucher/innen sowie des Personals, um rechtzeitig Krankheitssymptome zu bemerken
  • Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln
    (Partner- und Gruppenübungen dürfen nur unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen.)
  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden; insbesondere beim Betreten des Gebäudes; nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen usw., vor und nach dem Essen; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske, nach dem Toiletten-Gang
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren, d. h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
  • Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
  • Materialien (z. B. Scheren, Pinsel, Stifte) sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.
  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand halten, am besten wegdrehen.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist während der Angebote grundsätzlich nicht erforderlich; Ausnahme: Beförderung in Kleinbussen und PKW. Wer bei den Angeboten dennoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen möchte, soll daneben den von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlenen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m zu anderen Menschen einhalten.

 

  1. Raumhygiene

Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch in den Einrichtungen ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass z. B. Tische und Stühle in Räumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger junge Menschen in den Jugendfreizeiteinrichtungen zugelassen sind als im Normalbetrieb. Gruppenangebote sind nur bei Einhaltung der Abstandsregelungen möglich.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens stündlich, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Dienstkraft geöffnet werden.

      Reinigung der Räumlichkeiten:

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in den Jugendfreizeiteinrichtungen auch in der jetzigen COVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung aktuell ausreichend.

Folgende Areale sollen besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen einmal täglich sowie zusätzlich zwischen einem Maßnahmen-/Besucherwechsel gereinigt werden:

  • Türklinken und Griffe (z.B. an Schubladen- und Fenstergriffe) sowie der Umgriff der Türen
  • Treppen- und Handläufe
  • Lichtschalter
  • Tische
  • Kopierer, Telefone und alle sonstigen Griffbereiche
  • Müllbehälter sind täglich zu leeren

(Computermäuse und Tastaturen sind von den Benutzern nach der Benutzung selbst mit geeigneten Reinigungsmitteln zu reinigen.)

      Reinigung der Spielgeräte:

  • Vor der Nutzung von Spielgeräten sollten sich alle Teilnehmenden und Betreuer/innen die Hände gründlich mit Seife waschen.
  • Bei der Benutzung von Kickertischen müssen die Spieler/innen immer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Erlaubt sind nur Spiele mit je einer Person auf jeder Seite. Griffe und Bälle müssen nach jedem Spielerwechsel desinfiziert werden.
  • Beim Spielen an Billardtischen müssen Queues und Kugeln nach jedem Spielerwechsel desinfiziert werden.
  • Beim Dartspiel nutzt jeder Spieler eigene Pfeile, die vor einem Spielerwechsel desinfiziert werden müssen.

 

  1. Hygiene im Sanitärbereich

In allen Sanitärräumen sollen Flüssigseifenspender, Einmalhandtücher und Toilettenpapier bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt werden. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher sind vorzuhalten. Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen.

Desinfektionsmittel darf nie unbeaufsichtigt zusammen mit den teilnehmenden Kindern in einem Raum sein. Die Durchführung der Händedesinfektion erfolgt nur unter Anwesenheit eines Betreuers/einer Betreuerin. Das Desinfizieren der Hände ist nur dann sinnvoll, wenn

  • ein Händewaschen nicht möglich ist,
  • nach Kontakt mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem.

Bei der Benutzung der sanitären Anlagen ist darauf zu achten, dass nur jeweils eine Person die Sanitärräume betritt.

 

  1. Wegeführung

Den spezifischen räumlichen Gegebenheiten müssen die Wegeführungen angepasst werden. Wenn möglich sollten die Zugangswege als Einbahnwege organisiert werden, so dass ein kontrollierter Zugang ermöglicht wird. An Standorten, bei welchen das nicht möglich ist, werden die Kinder draußen in Empfang genommen bzw. übergeben. Abstandsmarkierungen auf dem Boden können für eine räumliche Trennung behilflich sein.

 

  1. Infektionsschutz in den Pausen

Auch in den Pausen und unmittelbar vor Angebotsbeginn bzw. nach Angebotsende muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Versetzte Pausenzeiten können vermeiden, dass zu viele Kinder gleichzeitig die Sanitärräume aufsuchen oder zu viele Kinder gleichzeitig auf engem Raum stehen bzw. spielen. Aufsichtspflichten müssen entsprechend gewährleistet und angepasst werden.

 

  1. Besprechungen

Besprechungen müssen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstands zu achten. Video- oder Telefonbesprechungen sind zu bevorzugen.

 

  1. Verpflegung

Bei allen Angeboten wird keine Verpflegung durch die Jugendfreizeiteinrichtung erfolgen! Demzufolge müssen sich alle Teilnehmenden und Jugendleiter/innen selbst versorgen und sich ihre Getränke sowie Speisen selbst mitbringen.

 

  1. Meldepflicht

Das Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus ist den Jugendpflegern durch die Sorgeberechtigten mitzuteilen. Das gilt auch für die Jugendleiter/innen.